Kreditkarten-Kosten
Selbstverständlich möchte der Anbieter einer Kreditkarte an den von Ihnen getätigten Umsätzen mitverdienen. Schließlich erfordert die Verwaltung des Kreditkartenkontos einen gewissen Aufwand, den kein Kartenanbieter einfach so umsonst machen möchte.
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Um sich darüber klar zu werden, ob eine Kreditkarte wirklich so günstig ist, wie vom Anbieter versprochen wurde, müssen wir zunächst die einzelnen Kostenarten im Umgang mit einer Kreditkarte aufschlüsseln. Eine Kreditkarte kann auf drei verschiedene Arten Kosten verursachen. Das sind Jahresgebühren, Transaktionsgebühren und Kreditkartenzinsen. |
Kosten durch Jahresgebühren bei der Kreditkarte
Da sind zum ersten die Jahresgebühren, welche zumeist unabhängig von einer Nutzung der Kreditkarte pauschal erhoben werden. Bei einigen Kartenanbietern fallen diese Gebühren komplett weg, Sie zahlen also nur dann, wenn Sie die Kreditkarte auch wirklich benutzen. Ob dies allerdings günstiger ist, hängt davon ab, wie sich die weiteren Kostenarten gestalten, auf die wir hier gleich noch zu sprechen kommen. Unter Umständen sind diese so hoch, dass es ab einem gewissen Umsatzvolumen günstiger wäre, eine feste Jahresgebühr zu zahlen, dafür aber die einzelnen Transaktionen günstiger zu bekommen.
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Transaktionskosten Kreditkarte
Bei den Kosten für Transaktionen unterscheiden sich die einzelnen Kreditkartenanbieter mitunter sehr deutlich voneinander. Während einige Kreditkarten für Transaktionen im Inland keinerlei Gebühren verlangen, werden bei anderen für jede Buchung bis zu fünf Prozent oder mehr an Kosten berechnet. Dies treibt natürlich die Kosten für die Nutzung der Kreditkarte ein ganzes Stück nach oben. Wobei bemerkt werden muss, dass die Gebühren in der Regel nicht für Kreditkartenzahlungen in Geschäften, Restaurants oder ähnliches anfallen, sondern lediglich für Barabhebungen an Geldautomaten. Dies gilt insbesondere für Abhebungen im Ausland, hier werden fast immer - teils horrende - Transaktionskosten erhoben.
Kosten durch Kreditkartenzinsen
Der letzte Kostenpunkt im Rahmen der Kreditkartennutzung sind die Zinsen. Hier müssen Sie die Bedingungen sehr genau studieren und detailliert nachrechnen, um auf die wirkliche Kostenbelastung zu kommen. Viele Kreditkarten bieten nämlich zunächst ein zinsfreies Zahlungsziel an, bis zu dem Sie die getätigten Umsätze der Karte begleichen können, ohne dass dafür Zinsen berechnet werden. Zahlen Sie die Umsätze jedoch in Raten zurück, das heißt nicht in einem Einmalbetrag, werden nach Verstreichen der zinsfreien Zahlungsfrist dann doch Zinsen berechnet. Und diese können heftig ausfallen! Zinssätze bis zu 20 Prozent sind keine Seltenheit. Wer Geld sparen möchte, sollte also immer darauf achten, dass er die getätigten Kartenumsätze innerhalb der zinsfreien Frist vollständig ausgleichen kann. Andernfalls könnten enorme Kosten entstehen.
Fazit Kreditkartenkosten:
Die wirklich kostenlose Kreditkarte wird es höchstwahrscheinlich niemals geben. Was hätte der Kartenausgeber auch davon, überhaupt keine Gebühren für die Nutzung einer Kreditkarte zu erheben? Allenfalls in Verbindung mit einem Girokonto oder einem Anlagedepot, für das Sie Gebühren und andere Kosten zahlen, würde sich das für den Kartenausgeber lohnen. Eine solche, komplett kostenlose Kreditkarte ist uns allerdings bis heute nicht bekannt. Es sieht also so aus, dass zwar immer wieder Kreditkarten als „kostenlos“ beworben werden, bei diesen aber meist nur entweder die Jahresgebühr wegfällt, oder aber für bestimmte Transaktionen keine Gebühren erhoben werden. Auf irgendeine Art und Weise wird sich der Kartenausgeber seine Dienstleistung immer bezahlen lassen.